Everyone's a yankee

8. Juni 2016

Der NYC Trip ist sehr merkwürdig. Alles in dieser Stadt wimmelt, ich habe es die ersten Tage nicht zu Stande gebracht, irgendwas zu schreiben. Diffuse Erinnerungen aus früheren Aufenthalten, Sex and the City Folgen und allgemein bekannten Klischees (dampfende Rohre, Häuserschluchten, Fast Food Stände, stylische Ladies auf Highheels, die hysterisch dem gelben Taxi winken) haben sich vermischt zu einer massiven Ursuppe NEW YORK CITY.
Wir treffen Linda unter einem Baugestell Lexington Ecke 47. Sie sieht aus wie eine Art moderne Wahrsagerin, karibischer Herkunft, schätze ich. Dunkle Haut, bernsteinfarbene Glubschaugen. Ob wir Europeans seine, fragt sie. "Kind of", antworte ich. Sie war in Harlem, Niederlande, auf einer Beerdingung. Ihre 1st Time in Europe. Das sei nicht ihrs, so Linda. "You know, I was there to see my relatives. But I was not familiar there. Here, You know, everyone's a New Yorker." Jeder kam irgendwann ein Mal von irgendwo her, jeder ist sofort dabei. Viele der New Yorker, die ich treffe, haben einen Akzent, wenn sie sprechen. Aber das interessiert nicht - sie sind von nun an New Yorker, haben ihren Platz gefunden und identifizieren sich als solche.

 

"Kerzenleuchter" oder "Dramatik für den Küchentisch"

17. Januar 2015

Ich bin fündig geworden - der perfekte Lüster! Kein Samtfuss, etwas matt, Wachsreste über und über. Also nichts, was ich nicht mit meiner trockenen Metallpolitur (mit der habe ich sogar die Messingösen meiner Petit Noe strahlend erneuert) hinkriegen würde. Dieses fantastische Ding macht aus einem Küchentisch eine Tafel und aus einer Neubauwohnung eine Residenz! Noch ist mein Sammelsurium für mein geplantes Superabendessen zwar nicht komplett, aber das wichtigste Artefakt ist vorhanden. Gefunden in der fantastischen HIOB Brocki Olten.

 

Titanicdinner ohne Kohle

9. Januar 2015

Ich plane ein fantastisches Abendessen bei mir Zuhause. Ich bin z.Z. etwas knapp bei Kasse und der Schnee ist schon zur Hälfte weggeschmolzen - zwei sehr unglamouröse und unerfreuliche Fakten! Folglich muss ich hier mit Fantasie und tollen Details Abhilfe schaffen. Turandot im Hintergrund, weiches Licht, schwerer Vanilleduft. Ein opulenter, langer Tisch, weisse Tischdecke, Stoffservietten, ein festlicher Kerzenleuchter (a la Mordwerkzeug im Agatha Christie Krimi, hochglanzpoliertes Silber, massiv, fünfarmig), selbstgemachte Limo mit Karamell und essbaren Rosenblüten drin. Bisher habe ich ausser Tisch und Tischdecke nichts davon, aber 2 Wochen Zeit - die zielorientierte Suche kann beginnen! Ich plane Olten und Zürich abzufahren, stay tuned.

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Julia Jacobs

Postfach 2030

8001 Zürich

Schweiz

 

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Zum Rauchen und Räuchern

7. Januar 2015

Es ist der Zauber, der alten Gegenständen anhaftet. Da ist dieser massive Marmoraschenbecher. Schwer, glatt, kalt. Eine ganz weiche Oberfläche, ein ganz massives Ding von Aschenbecher. Ich habe ihn für 3 Franken erstanden und frage mich, ob er wohl in den 60er Jahren Zeuge von hippen Mod Parties war. Oder bei einem vornehmen Ehepaar in der Stadtvilla neben dem Cognac im Herrensalon auf dem Sideboard stand und nur feinste Zigarrenasche aufnahm. Ich habe ihn nicht aus einem Regal gegriffen, in dem der gleiche Aschenbecher noch 39 mal steht. Er ist was Besonderes, ein Unikat, für mich wertvoll, unabhängig vom Kaufpreis. Und weisser Marmor ist immer richtig. Frisch aus meiner Lieblingsbrocki in Zofingen und ich kann sogar damit räuchern (grundsätzlich ist regelmässiges Räuchern wunderbar, davon ein andernmal).

 

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